Am 1.6.2012 durfte ich, zusammen mit Sebastian Schwamm, welcher die vorangegangen Monate den Studio_Laden im Alleingang geführt hatte, als fünfter Geschäftsführer antreten.

Es blieb also bei der bekannten Adresse Auenstrasse 44, und auch der Name des Ladens Studio_Gekrizzl wurde beibehalten. Was sich änderte war, dass es von nun an neben Illustrationen und Selbstentworfenem wie Taschen, T-Shirts, Buttons und Postkarten nun auch komplette selbstgebaute Skateboards geben sollte. Erste Kollaborationen zwischen Sebastian und mir gab es jedoch schon bevor ich wusste, dass sich mir die Möglichkeit auftun würde, selbst als Geschäftsführer im Studio_Projekt zu fungieren.

Da Sebastian zu Abschluss seiner Projektphase durch Verpflichtungen an der Hochschule zunehmend unter Zeitdruck geriet, auch ich auf Grund schulischer Verpflichtungen nur an höchstens drei Wochentagen im Studio_Laden anwesend sein konnte, unsere jeweiligen Gegenstände sich jedoch unsrer Abschätzung nach hervorragend kombinieren lassen sollten, war die Idee geboren, sich fortan den Laden zu teilen. Meine Anwesenheit beschränkte sich dabei auf Dienstag und Mittwoch von 10-18 Uhr sowie jeden zweiten Samstag von 10-14 Uhr.

Es entsprach dabei von Anfang an meiner Einschätzung, dass mein Geschäftsmodell auf Grund der geringen Bandbreite an angebotenen Artikel sowie der sehr speziellen Zielgruppe zumindest im reinen Ladenverkauf ohne zusätzliches Onlineangebot nur schwerlich tragbar sein würde. Auch aus diesem Grund zeigte sich die Zusammenarbeit mit Sebastian und die daraus resultierende Erweiterung unseres Sortiments als sinnvoll. Mein Ziel während meiner Projektzeit war zum einen, Interessenten durch meine ungewöhnliche Kombination an Herstellungsstätte und Verkaufsraum auf den besonderen handwerklichen Wert meines Produkts aufmerksam zu machen, um, wie bereits während der vergangenen Jahre, die Bekanntheit meines Angebots nach und nach auszubauen.

Auch in der Praxis stellte sich meine Kombination aus Fertigungsstätte und Verkaufsfläche als sinnvoll heraus, da ich Zeiten in welchen keine Kunden anwesend waren nutzen konnte, um der Herstellung meines Produkts nachzugehen, dabei die Aufmerksamkeit von Passanten zu erlangen, und mich zugleich sofort meinen Kunden widmen zu können, sobald diese den Laden betraten. Schwierigkeiten bereitete dabei allenfalls die herstellungsbedingte Staubentwicklung, welche sich auf die Verkaufsfläche niederschlug. Was die Zusammenarbeit mit Sebastian betrifft, bleibt zu bemerken, dass sich unsere jeweiligen Gegenstände auch in der Praxis als gut kompatibel herausstellten, wobei man an mancher Stelle noch an der Kommunikation zwischen uns arbeiten hätte können. Die örtliche Nähe zu den Geschäftsräumen der Stadtjugendpflege hat sich im Übrigen oft als hilfreich erwiesen, etwaige Anliegen schnell und unkompliziert abklären zu können. Alles in allem verlief meine Zeit mit dem Studio_Projekt in etwa entsprechend meiner anfänglichen Erwartungen und hat mir sehr viel Freude bereitet. Sie war für mich ein weiterer Schritt, dem Ziel näher zu kommen, einen zunehmenden Teil meines Unterhalts mit der Herstellung von Skateboards zu verdienen.

Link:
influence/skateboards

Slogan